Mechanisches Verfahren
Abdichten von nassen Mauern im Schneideverfahren

Darunter versteht man die nachträgliche Abdichtung des feuchten Mauerwerks gegen aufsteigende Feuchtigkeit durch horizontales, abschnittweises und erschütterungsfreies Durchschneiden der Mauern und Einschieben von Polymerbitumenfolie oder Edelstahlplatten als Abdichtungsebene (Sperrschicht). Dieses Verfahren zählt zu den mechanischen, mehrstufigen Verfahren und ist die sicherste Methode zur Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit. 

Unabhängig von der Art und Beschaffenheit der Mauer wird der Abdichtungsvorgang in vier Arbeitsschritten durchgeführt:

Abschnittsweises, erschütterungsfreies Durchtrennen des Ziegelmauerwerks in der ersten durchgehenden Lagerfuge mit einer Mauerfräse oder des Misch- oder Steinmauerwerks mit einem Diamantseil nach ÖNORM.

Die Schnittfuge wird mit Druckluft gereinigt, gegebenenfalls werden Unebenheiten mittels eines Glattstrichs ausgeglichen, damit das eingefügte Abdichtungsmedium (Polymerbitumenbahn, Edelstahlblech) glatt aufliegt und nicht beschädigt werden kann.

Überlappendes, ÖNORM-konformes Einbringen der Sperrschicht in Form einer Polymerbitumenfolie oder von Edelstahlplatten mit entsprechendem Überbestand zum nahtlosen Anschluss an eine Vertikal- oder Bodenabdichtung.

Die Restfuge wird aus statischen Gründen mit kraftschlüssigem Spezialbeton ausgefüllt und der Überbestand für weitere bituminöse Abdichtungen (z.B.: Hochzüge) gereinigt.

Mit dem Errichten der Sperrschicht wird das Aufsteigen der Feuchtigkeit aus dem Erdreich in die aufsteigende Mauer verhindert.

Der Einbau von Sperrschichten hat noch keine Trocknung des Mauerwerks zur Folge sondern verhindert lediglich das weitere Aufsteigen von Feuchtigkeit!

Die nachträgliche Trocknung des feuchten Mauerwerks oberhalb der errichteten Abdichtungsebene (Sperrschicht) muss unmittelbar nach der Abdichtung und ohne Putz erfolgen, entweder

Großer Nachteil: lange Trocknungszeit, kann mehrere Wochen bis Monate dauern und hängt von der Mauerstärke, dem Durchfeuchtungsgrad und dem Lüftungsverhalten ab. Vor Erreichen der ÖNORM-konformen <20% Restfeuchte darf kein Putz aufgebracht, die nasse Mauer nicht verbaut z.B. Vorsatzschale oder durch Möbel etc. verstellt werden.

Die Trocknungszeit hängt  von Mauerstärke und Durchfeuchtungsgrad ab und dauert  bis zum Erreichen der ÖNORM-konformen Vorgabe von < 20% Mauerfeuchte ungefähr 8 – 14 Tage. Mehr zur Heizstabtechnik.

Danach dürfen erst die Nachbearbeitungen (Putz aufbringen, Ausmalen etc) erfolgen.

Die Trocknung mittels Heizstab- oder Heizmattentechnik ist gesondert zu beauftragen!

MTL ist speziell in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland Ihr Fachbetrieb und erster Ansprech­partner, wenn es um Probleme mit Mauern geht!

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Referenzen der Mauertrockenlegung im mechanischen Verfahren