Mauerentfeuchtung
Austrocknen der Mauern mittels Heizstab- oder Heizmattentechnik

Als Mauerentfeuchtung bezeichnet man das thermische Austrocknen von nassem Mauerwerk unter Zuhilfenahme von Heizstäben oder Heizmatten.

Wird ein Verfahren unter der Bezeichnung Mauertrockenlegung angeboten, muss darauf hingewiesen werden, dass man unter „Mauertrockenlegung“

  1. das Abdichten (Einbringen der Sperrschichte) und
  2. das Trocknen bzw. Entfeuchten der Mauern

versteht.

Beides sind von einander unabhängige Arbeitsschritte.

Der Einbau von Sperrschichten hat noch keine Trocknung des Mauerwerks zur Folge sondern verhindert lediglich das weitere Aufsteigen von Feuchtigkeit aus dem Erdreich!

Durch die Mauerentfeuchtung wird der Durchfeuchtungsgrad des Mauerwerks auf den ÖNORM erforderlichen Wert von <20% Restfeuchte reduziert. Aufsteigende oder drückende Feuchtigkeit wird durch diesen Vorgang jedoch nicht unterbunden. Hierfür sind Maßnahmen zur Mauertrockenlegung (Abdichtung durch Errichten einer Horizontal- und/oder Vertikalsperre) zu treffen.

Einsatzbereich der Heizstäbe und Heizmatten

  • nach jeder Art von Wasserschäden
  • zur optionalen Beschleunigung der Austrocknung in Kombination mit einer Mauerwerksabdichtung

Installation der Heizstäbe

Dem Einsatzbereich entsprechend werden die Heizstäbe einreihig oder in Rasterform angeordnet in vorher errichtete Bohrlöcher installiert. Die Bohrtiefe und die Länge der eingesetzten Heizstäbe hängt von der Mauerstärke und dem Durchfeuchtungsgrad des nassen Mauerwerks ab.

Für die Trocknung werden erfahrungsgemäß Heizstäbe mit 150 Watt/ 230 V gesetzt, bedarfsweise befestigt und entsprechend verkabelt.

Die Austrocknungszeit ist vom Einsatzbereich, von der Mauerstärke und dem Heizstabraster abhängig. Bei einem anfänglichen Durchfeuchtungsgrad von ca. 60% und einer Mauerstärke von ca. 50 cm kann man mit einer durchnittlichen Austrocknungszeit von ein bis zwei Wochen rechnen.

Nach Erreichen des ÖNORM-konformen Durchfeuchtungsgrades von <20 % werden die Heizstäbe entfernt und die Bohrlöcher kraftschlüssig verschlossen. Erst danach ist eine weitere Bearbeitung des Mauerwerks (verputzen, ausmalen etc.) möglich bzw. zielführend.

Die Alternative zur Heitstab-  bzw. Heizmattentrocknung wäre die „kostenlose“, natürliche Trocknung der Mauern. Das heißt, dass die Mauern erst nach Erreichen des ÖNORM-konformen Durchfeuchtungsgrad von <20% durch zeitaufwendige natürliche Lufttrocknung weiterbearbeitet werden dürfen. Das, statt einer erforderlichen Trocknung, ersatzweise Aufbringen von Sanierputz vor Erreichen der ÖNORM-konformen <20% Durchfeuchtung, kann früher oder später unweigerlich wieder zu Nässeflecken- und Schimmelbildung führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die, durch den vorzeitig aufgebrachten Putz, „eingeschlossene“ und weiterhin bestehende Feuchtigkeit weiter nach oben steigt. In diesem Fall wäre die nachträgliche Heizstab- bzw. mattentrocknung unerlässlich. Es müsste der Putz für die natürliche Trocknung wieder abgeschlagen oder die Heizstab- Heizmattentrocknung nachträglich durchgeführt werden.

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